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Rüde: kastriert

Merlin

Merlin, mein kleines Herzblatt. Über ihn könnte ich Romane schreiben. Merlin war mein erster Pflegehund überhaupt. Für Martina Fuchs (Schotch Terrier in Not). Und ich wollte nie im Leben einen Westie, NIE. Und dann kam eben dieser arme klein Wurm am 22-7-2010 zu mir. Geschunden an Körper und Seele, im Nachhinein muss ich gestehen, Merlin war von der ersten Sekunde an mein Herzblatt. 5 Stunden operiert am ersten Tag - ca. 2 Monate danach kam der erste epileptische Anfall. Im November 2010 der erste Status Epilepticus. Viele Höhen und Tiefen haben wir bis heute erlebt. Und immer wieder geht mir der Allerwerteste gehörig auf Grundeis wenn es Merlin schlecht geht. Merlin ist ein so guter und liebenswerter kleiner Hund...er ist der wahre Highlander. Ein Hund der allen Grund hätte die Zweibeiner zu verabscheuen, aber jeden Tag macht er einen Schritt mehr auf mich zu. Auf seine Art die zugegeben etwas schräg ist. Aber ganau deswegen liebe ich den alten Knochen so sehr. Er ist kein geschmeidiger Kuschelhund, er hat Ecken und Kanten. Ein echter Terrier.

Luna - Labrador - geboren im April 2010

Hündin: kastriert

Luna

Luna kam als Pflegehund über den TSV Pfötchenhilfe (Rötgen) im März 2011 zu mir. Als junger Hund, der bereits im Tierheim in Belgien sein Dasein gefristet hat. Und zuletzt in Privathand war...und wie sollte es anders sein. Wegen absoluter Überforderung abgegeben wurde. Unterforderung des Hundes führt fast zwangsläufig zur Überforderung der Hundehalter. Dabei werden viele Labradore total überdreht, mit idiotischem Ballgejage kirre im Gehirn gemacht. Was nichts mit Auslastung zu tun hat. Ein Labrador ist ein Jagdhund, der zwar bearbeitet werden sollte, aber der zur Ruhe gebracht werden muss. Mir ist es ein Rätsel, dass der Labrador als der perfekte Familienhund mit dem "Will to please" gehandelt wird. Ich finde Luna zwar toll, aber sie ist anstrengend. In der Ruhe liegt die Kraft, wenn man einen Labi erziehen möchte. Man braucht einen sehr langen Atem...vor allem dann, wenn niemand dem Labi bei der Geburt ins Ohr geflüstert hat, dass er den "Will to please" ab sofort auf der Festplatte hat. Und wenn dann die Genetik des Jagdhundes irgendwann unweigerlich durchschlägt, dann wird das Leben richtig lustig. Luna´s Schlüsselerlebnis war ein Karnickel vor der Nase, das liegt einige Wochen zurück. Es verschwand natürlich in einem Erdloch, was die Sache nicht besser macht. Luna war auf den Geschmack gekommen. Und sie holte auch eine Ente vom Wasser...apportierte sie und setzte sich vor mich hin. Sie schien etwas ratlos zu sein mit dem Flattermann im Fang, aber das ist nun mal die besagte Genetik des Labradors. Und das bedeutet für mich, dass Luna immer wieder zur Ordnung gerufen werden muss. Sie darf nun mal nicht dumm stöbern gehen, und natürlich darf sie nicht einfach Wild jagen. Sie darf ordentlich apportieren. Das wird sie nicht davon abhalten bei Wildkontakt auszuflippen, das ist meine Überzeugung. Also muss sie abrufbar sein, ohne Wenn und Aber. An dem Punkt sind wir noch nicht, da mache ich mir nichts vor. Andererseits kann ich den wahren Stand den Trainings nicht beurteilen, wenn sie nur noch an der Leine geht. Mut zur Lücke, dort wo es geht...und üben...und üben...das tun wir derzeit.